Wie in Solarparks mittels Sonnenlicht Energie produziert wird

Der nun endgültig beschlossene Ausstieg aus der Kernkraft macht in den nächsten Jahren große Investitionen in erneuerbare Energien notwendig. Das wird auch den Bereich der Fotovoltaiktechnik betreffen. Die Anzahl an großen Solarparks wird deutlich zunehmen.

Sonneneinstrahlung flächendeckend nutzen

Solaranlagen befinden sich mittlerweile dank mehrerer staatlicher Förderprogramme auf zahlreichen Dächern von privaten und öffentlichen Gebäuden. Der Anteil an erzeugtem Strom an der Gesamtproduktion ist aber immer noch vergleichsweise gering. Deswegen werden seit einiger Zeit verstärkt neue Wege beschritten: Es werden großflächige Solarparks angelegt. Diese haben mehrere Vorteile: Erstens können die Anlagemodule leicht nebeneinander installiert werden, die Fläche wird bestmöglich genutzt. Diese Konzentration reduziert zudem die Installations- und Wartungskosten. Schließlich kann auf diese Weise der ideale Winkel sowie die geeignete Himmelsrichtung der Solarzellen gewählt werden, sodass die beste Energieausbeute garantiert ist. Bei Gebäuden ist man dagegen an den Standort und die Ausrichtung des Daches gebunden.

Wichtig ist, dass bei der Suche nach einer Fläche auch ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Geeignet sind Gebiete, die anderweitig nicht genutzt werden können. Als Beispiel können alte Industrieanlagen oder ehemaliges militärisches Gebiet genannt werden. Eher kritisch sehen Naturschützer dagegen, wenn dringend gebrauchte Ackerflächen oder Wiesen dafür verwendet werden.

Solarparks als Investitionsmöglichkeit

Nur finanzkräftige Menschen können alleine eine solch große Anlage schaffen. Das heißt aber nicht, dass andere Bürger sich nicht an einem Solarpark beteiligen können. So werden einige der bereits ans Netz angeschlossenen Parks als sogenannte Bürgeranlagen betrieben. Interessierte haben sich zum Teil zusammengeschlossen und gemeinsam eine Genossenschaft gegründet. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten. Oftmals werden solche Anlagen mit der Ausgabe von Genussrechten finanziert. Das bedeutet, dass Anleger Genussrechte in unterschiedlicher Höhe zeichnen und dafür dann Zinsen und eventuell anfallende Überschüsse ausgezahlt bekommen. Die Rendite ist meist höher als bei anderen Anlageformen wie beispielsweise Sparbriefen. Allerdings muss beachtet werden, dass im schlimmsten Fall das Kapital verloren gehen kann, da es nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung garantiert ist. Es zeigte sich jedoch in der Vergangenheit, dass sich Investitionen in diese Technologie als sehr sicher erwiesen.